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Kleine Blattgemüse-Fibel: Grünkohl

Purple Curly, Toskanischer, Green Curly, Siberischer Grünkohl
Purple Curly, Toskanischer, Green Curly, Siberischer Grünkohl

Grünkohl ist eine wahrhafte Vitaminbombe - 100g decken unter anderem 200% des täglichen Bedarfs an Vitamin C, ungefähr äquivalent zu 2 Orangen. Kein Wunder, dass er Haupternährungsmittel im 18. Jahrhundert in Tirol war! Mehr zum Nährwert finden Sie im Tagebucheintrag zu dem beliebten Schwarzkohl aus der Toskana hier.

 

Im Küchengarten gedeihen mehrere Sorten von Grünkohl aus Nord- und Südeuropa. Grünkohl wird ganzjährig geerntet werden, sowohl große Blätter im Bund für das Entsaften, Kochen oder Fermentieren als auch junge Blätter als Salat. Allerdings erst durch den Frost im Herbst beginnt Grünkohl seinen Geschmack richtig zu entfalten. Bitterstoffe werden durch Zucker reduziert, denn er dient als natürliches Frostschutzmittel. Bitterstoffe sind aber wünschenswert, weil sie verdauungsfördernd sind und somit für die Gesundheit wichtig. Sie verbessern nämlich die Aufnahme von Nährstoffe für den gesamten Körper.  Leider wurden Bitterstoffe in den letzten Jahrzehnten aus Gemüse herausgezüchtet; gleichzeitig wurde unser Geschmackssinn auf süß und salzig trainiert.  Geschmack kann man aber bilden und Grünkohl im Herbst ist ein idealer Anfang. Mehr über Bitterstoffe und Ernährung können Sie hier lesen.

 

Im Salat bieten junge Grünkohlblätter Struktur und Knackigkeit als Gegensatz zu den zarten Blättern von Salat und Spinat. Die Vorbereitung von ausgewachsenen Blättern kennt keine Grenzen: entsaftet, gekocht, im Backrohr knusprig gebraten, frittiert oder als Beigabe zur Suppe, Pasta oder Pfannengemüse, Grünkohl ist vielseitig. 

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