· 

Die kleine Blattgemüse-Fibel: Kräuter

Vogelmiere, Wiesen-Sauerampfer, Kerbel, Fenchel
Vogelmiere, Wiesen-Sauerampfer, Kerbel, Fenchel

Es gibt eine Vielfalt an essbaren Wildkräutern, die die kreative und gesunde Küche ergänzen. Manche davon, wie viele Küchenkräuter, werden im Küchengarten gepflegt. Im Bild sind zwei Beispiele, die gerade im Herbst besonders gut gedeihen: Vogelmiere und Wiesen-Sauerampfer.

 

In der Heilkunde schreibt man der Vogelmiere schmerzlindernde Qualität zu. Sie schmeckt aber auch gut und ist eine Vitamin-C-Bombe - bereits 50g entsprechen dem täglichen Bedarf! Allerdings aufgrund ihres Saponingehalts   - die auch bei Nachtschattenpflanzen vorkommen - sollte sie nur in kleinen Mengen genossen werden.

 

Der Wiesen-Sauerampfer (Rumex acetosa) schmeckt in der Tat zitronig-sauer. Er gehört zur Familie der Knöterichgewächse. Man merkt beim Kauen, dass er Oxalsäure enthält, wie z.B. Mangold und Rhabarber. Deshalb ist man gut beraten, nur in kleinen Mengen den Sauerampfer zu genießen, wenn man Probleme wie etwa Nierensteine hat. Trotzdem ist Sauerampfer ein vielseitiges Wildgemüse, das als Spinat oder frisch im Salat verwendet wird. Die Ampfersuppe ist auch in Europa sehr beliebt, wie etwa dieses moderne Rezept von www.kuechengoetter.de. Einige jungen Blätter sind als Beigabe zum Salat ein Genuss!

 

Auch eine Vielzahl an Küchen- und Heilkräutern wachsen im Küchengarten, unter anderem Kerbel und Fenchel. Beide mögen kühles Wetter und gedeihen besonders gut im Frühjahr und Herbst. Sie sind ähnlich im Geschmack, süß-würzig mit Aromen nach Anis und Fenchel. Vielen Menschen schmecken diese Kräuter nicht pur, aber in kleinen Mengen als Teil einer Salatmischung sind sie köstlich. Auch im Aufstrich, z.B. Kerbel kombiniert mit Kresse, sind sie ausgezeichnet. Beide haben eine lange Tradition in der europäischen Naturheilkunde und dienen unter anderem als Entwässerungsmittel oder als Kämpfer gegen Fieber.

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0