Nachhaltige Landwirtschaft beutet weder Boden noch Menschen aus.


Photo: (c) Kary Wilhelm, 2017
Photo: (c) Kary Wilhelm, 2017

Ist das alles bio?

Es ist mehr als bio. Meine Standards gehen über die Bio-Zertifizierungsstandards hinaus. Die Anbauweise beschreibe ich als "biointensiv" und "natürlich". Es ist ein großes Glück, auf einer unverseuchten Wiese mit einem perfekten Mikroklima den Garten anbauen zu dürfen. Synthetische Chemikalien sind am Feld verbannt, ebenfalls Pflugeln und Umgraben, damit das Bodenleben intakt bleibt und noch aktiver wird. Dadurch wird auch Kohlendioxid (CO2) im Boden gespeichert statt freigesetzt

Inputs bestehen aus reinem Kompost und Holzhäcksel aus der unmittelbaren Region. Karton und Mulchfolie sind biologisch abbaubar. Es wird sanft  gearbeitet - alles möglichst schonend, sowohl für Gärtnerin als auch für Garten. Und emissionsfrei.

-> Scrollen Sie hinunter um die Anbauweise anzuschauen!

-> Mehr zu meinen Prinzipien hier.

 

 

Photo: (c) Kary Wilhelm, 2017
Photo: (c) Kary Wilhelm, 2017

Übrigens: Bio ist nicht alles.

Wissen Sie woher ihr Gemüse kommt? Durch welche Hände es gegangen ist? Wie viele Kilometer unter welchen Bedingungen es hinter sich hat? Ob der Bauernhof finanziell gesund ist?

Bio-Zertifizierung ist gut, wenn man die Herkunft nicht kennt, ist aber keinesfalls Garantie, dass die Produkte ....

  • frisch sind,
  • eine gute Ökobilanz aufweisen,
  • ohne Ausbeutung von Bäuerin und Erntehelfer ("fair trade") auf das Regal kommen.

Wenn Sie mein Gemüse kaufen, können Sie damit rechnen, dass es mindestens 5 Mal durch meine Hände gegangen ist - vom Aussäen und Auspflanzen bis zum Ernten, Waschen, Packen und Liefern.  Machen Sie selbst ein Bild: Der Küchengarten ist März - November offen! -> Kontakt


Mit System

Im Aufbaujahr 2017 wurden Dank viel Hilfe und Anstrengung die ersten 1000 qm innerhalb 10 Tagen aufgebaut. Die Geschichte sehen Sie in Bildern unten!

 

Das Ganze hat System. Weil der Garten an einem Feld mit teils steiler Hanglage steht, wurden zunächst die Keylines nach der Permakultur mit einem einfachen, selbstgebauten Messinstrument ausgesteckt und die Blöcke markiert.

 

Bei der "no dig" Methode, die Charles Dowding in England perfektioniert, wird nicht umgegraben. Biologisch abbaubarer Karton wird auf der Wiese gelegt und darauf Kompost ausgebreitet. Würmer fressen den Karton und das absterbende Pflanzenmaterial gerne. Dank ihrer fleißigen Mitarbeit werden innerhalb weniger Wochen Karton und organisches Material abgebaut und nebenbei Luftkanäle von den Würmern gebaut. Das ist gut für das Bodenleben, denn auch unter der Erde atmen die Lebewesen!

 

Die Wege werden mit Holzhäcksel gemulcht. Diese Mulchlage ist nicht nur angenehm für die Füße sondern befördert die Bildung von Mykorrhiza, eine Pilzart, die für die Gesundheit der Pflanzenwurzeln sorgt. Biologisch abbaubare Folie aus Maisstärke schützt die Reihen.

 

Die Reihen sind standardisiert auf 15m lang und 75 cm breit, mit 45 cm dazwischen. Die standardisierte Länge optimiert die Planung. Die Breite ermöglicht eine biontensive Anbauweise sowie ergonomisches Arbeiten. Das ist auch wirtschaftlich wichtig: Biointensiv heißt, auf der gleichen Fläche kann der Ertrag bis zu 6 X größer als auf einem Feld wo die Reihen von Traktor und Co bestimmt werden! Die Reihenbreite passt auch zum Werkzeug. Die Wege zwischen den Reihen sind breit genug für eine Schubkarre.

 

Am 30. März 2017 wurden die ersten frühe Gemüsesorten wie Rohnen, Rüben, Blattsalat, Spinat, Rucola, Erbsen und Petersilie ausgesät.

Nach einem Aufenthalt im Ausland in April, wurde die Gärtnerin bei ihrer Rückkehr von einem Unkrautgarten begrüßt! Hartknäckige Wiesenpflanzen wie Löwenzahn, Bärenklau und Hahnenfuß sind durch die Schichten gewachsen. Die Lösung: Reihen mit anwachsendem Gemüse wurden gejät bzw. abgeerntet, der Rest wurde mit Planen bedeckt. Nach 4 Wochen konnten sie entfernt werden und die nun sauberen Reihen für den Aussaat bzw. das Ausspflanzen vom Sommergemüse vorbereitet werden. Auf gleicher Weise ruhen abgeerntete Reihen bis zum nächsten Aussaat während der ganzen Saison. Es gibt an manchen Reihen bis zu 4 Aussaattermine, nach dem phänologischen Kalender: Frühjahr, Frühsommer, Spätsommer und Herbst.

 

Auf gleicher Weise wird die Anbaufläche auf 2000 qm im Gartenjahr 2018 verdoppelt.


Jänner - Mai 2018

Wie der Garten entsteht (März-Juni 2017)