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60 Gemüsesorten in 60 Tagen: Zuckermais

Mais ist ein uraltes Nahrungsmittel und kommt in unterschiedlichen Formen und Farben vor. Manche Maissorten eignen sich für Popcorn , andere für Maismehl bzw. Polenta. In Tanjas Küchengarten wird Zuckermais angebaut, der seinem Namen treu bleibt: zuckersüß und zart. Zuckermais ist nicht nur wegen seines köstlichen Geschmacks eine Besonderheit in Tanjas Küchengarten -  Tanja baut  samenfeste Sorten an. Das bedeutet, dass sie im Gegensatz zu Hybridzüchtungen über ihr Saatgut vermehrt werden können. Diese als samenfest, sortenrein und nachbaufähig bezeichnete Eigenschaft bedeutet für die Bäuerin und letztendlich für die Bevölkerung, Unabhängigkeit und Nachhaltigkeit.

 

Bis vor einigen Jahren stand weltweit praktisch nur noch eine einzige samenfeste Sorte zur Verfügung: „Golden Bantam“. Inzwischen wurden in Deutschland und den Niederlanden neue samenfeste Sorten entwickelt, damit man wieder eine Wahl zwischen Abhängigkeit von F1-Hybriden und dem eigenen Saatgut hat. Tanja baut im Gartenjahr 2018 die drei samenfesten Sorten  „Mezdi“, „Damaun“ und „Tramunt“ an.

 

Der Vorteil dieser neuen samenfesten Sorten liegt in ihrer unterschiedlichen Reifedauer. Sie werden gleichzeitig gesät und reifen nach und nach, damit es einen längeren Erntezeitraum gibt. Maiskolben zu kochen ist ganz einfach: 3 Minuten im kochenden Wasser und fertig! Am besten isst man den Zuckermais direkt von der Kolbe, allerdings eignen sich diese Sorten auch für Maisbrot, die klassische amerikanische Suppe „Corn Chowder“ und vieles mehr in der kreativen Küche. Tanja friert auch einen Vorrat für den Winter ein.

 

Nährwert: Zuckermais enthält viel Zucker und Kohlenhydrate, aber er ist auch gesund. Eine Kolbe enthält etwa 2,8 Gramm Ballaststoffe und fast 3,5 Gramm Protein, ca. 10% des Tagesbedarfs an Vitamin C, 15% des Bedarfs an Thiamin, 8,3% an Niacin, 9% an Pantothensäure, 8% an Magnesium und 11% an Phosphor. Mais ist auch reich an Folsäure. Mehr Wissenswertes über Zuckermais finden Sie auf Lebensmittellexikon.de.

 

 

Fun Fact: Je frischer Mais gegessen wird, desto süßer schmeckt er, denn ab dem Zeitpunkt der Ernte beginnt sich der enthaltene Zucker in Stärke umzuwandeln. Deshalb ist es wichtig, Zuckermais innerhalb von 4 Tagen zu verzehren; frisch bleibt er, wenn der ganze Kolben, umhüllt von seinen  Scheidenblättern, kühl gelagert wird.

 

 

Erhältlich: Zuckermais wird im Küchengarten von Ende August bis Anfang Oktober geerntet.

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