Slow Food wächst: Vielfalt, Nachhaltigkeit, Langsamkeit

Zu hegen und pflegen sei bereit, das Wachsen überlaß der Zeit.

Herzlich willkommen in meinem Küchengarten!

Mein Küchengarten wird auf 750m Seehöhe am Hattingerberg in Tirol kultiviert. Darin wachsen vielfältige, überwiegend alte Sorten aus Europa, Großbritanien, Nordamerika und Asien, die selten wenn überhaupt in Supermärkten und Bauernläden zu finden sind. Sie wachsen natürlich nach biologischen und agrarökologischen Prinzipien in einem einzigartigen Mikroklima auf einem kleinen, feinen Tiroler Plateau .

 

Was ist ein Küchengarten?

Ein Küchengarten (auch "Feldgarten" oder "Potager") ist ein Garten, der für den Anbau von Gemüse, Obst und Kräutern angelegt wird, traditionell um eine Herrschafts- oder Klosterküche zu versorgen. Meine Kunden legen Wert auf frische, nachhaltig angebaute Lebensmittel direkt vom Acker, die sie in ihrer Küche mit Freude und Leidenschaft für das Gute im Leben zubereiten bzw. für ihre Vorratskammer konservieren - genau wie ich. Schau mal vorbei - ich gebe gerne Führungen! -> Kontakt

 

Warum ich das mache?

Lebensmittel sind Mittel zum Leben! Ich baue Gemüse und Kräuter an, weil ich und meine Kunden sonst diese Lebensmittel nicht bekommen, aber auch weil es sinngebend ist, weil es mir dabei gut geht, weil es Freude macht, weil es spannend ist, weil ich stets am Lernen bin, weil ich von der entstehenden Zukunft fasziniert bin, weil ich Vertrauen im Lebensmittel brauche, weil es den Bienen und allen anderen Lebewesen am Feld gut tut, weil ich  möglichst viele Handlungsoptionen im Leben will, weil ich gutes Essen genieße, und und und. Be-Gründungen gibt es genug!

 

Ist das alles bio?

Es ist mehr als bio. Meine Standards gehen über die Bio-Zertifizierungsstandards hinaus. Die Anbauweise beschreibe ich als "biointensiv" und "natürlich". Es ist ein großes Glück, auf einer unverseuchten Wiese mit einem perfekten Mikroklima den Garten anbauen zu dürfen. Chemikalien sind am Feld verbannt, ebenfalls Pflugeln, damit das Bodenleben intakt und noch aktiver wird. Inputs bestehen aus reinem Kompost und Holzhäcksel aus der unmittelbaren Region. Karton und Mulchfolie sind biologisch abbaubar. Es wird sanft mit dem Boden gearbeitet - alles möglichst schonend, sowohl für Gärtnerin als auch für den Garten. Mehr zu meiner Praxis hier.

 

Was mich bewegt?

Im Moment ist es der 3-jährige Bub, der mich im Garten besucht, seine Erdbeeren frisch erntet, im Zuckermais Versteck spielt und Erwachsenen über den Garten aufklärt.

Aber auch, weil ich diese Arbeit wert-voll empfinde. Schon in jungen Jahren lernte ich das Hegen und Pflegen eines Gemüsegartens, das Ernten, das Kochen und das Konservieren von frischem Obst und Gemüse.  Seit ich die selbstversorgende Family Farm meiner Familie in Wisconsin verließ, habe ich immer "gegartelt" und das, was der Garten hergab, mit Freude genützt und geteilt, ob Gemüse und Obst, Setzlinge, Abstecker oder Samen. Über die Jahre ist meine Sehnsucht nach Gemüse direkt vom Garten gewachsen, insbesondere nach den Zutaten, die nur selten im Supermarkt oder Bauernladen zu finden sind, unter anderem die knackig-frische Süße von Erbsen, der erdige und vielseitige Geschmack von am Feld gereiften Tomaten, die unvergleichbare Süße von Zuckermais direkt nach der Ernte, das erstaunliche Spektrum an Geschmack und Farbe unter dem "Grünzeug" und Kräutern, von Grünkohl, Mangold und Co über asiatischen Blattsenf- und Kohlsorten bis hin zum Basilikum in sämtlichen Farbtönen und Aromen.

 

Warum jetzt?

Es stimmt, ich beginne in einem späteren Alter.  Nach viel Glück im Unglück bei einem Unfall 2016, fragte ich mich, was ich noch in meinem Leben machen will und die Antwort war sofort da: Küchengarten. Dann entdeckte ich, dass eine neue Generation von hoffnungsvollen, hart arbeitenden und höchst professionalisierten  Alt- und Jungbauern/bäuerinnen den kleinskaligen Ackerbau in Nordamerika und Großbritanien wiederaufleben lassen und dabei nicht nur den Ertrag ihrer Feldern sondern auch die Nachhaltigkeit für sie und ihr Umfeld stets vor Augen haben, schlug ich einen neuen Weg der Entdeckung in meiner Lernbiographie ein. Und dabei erkannte ich, dass die Zeit nun reif war, mein Wissen und meine Erfahrung in der Wirtschaft, im Ackerbau und in der Pädagogik mit meiner Sehnsucht nach guten, vielfältigen Lebensmitteln zusammen zu führen.

Was ich pflege und hege?

An erster Stelle den Boden. Mehr zu den Gemüsesorten  hier.

 

Woher die Samen kommen?

Ich recherchiere viel. Das Saatgut kommt primär aus Österreich, Deutschland, den Niederländen und Großbritannien - möglichst samenfeste, alte Sorten, möglichst bio.  Einige Sorten von Salat, Rauke, Blattsenf und Mangold im Garten dürfen Samen bilden, damit ich selber das Saatgut gewinnen kann.

 

Meine Philosophie?

"Einen positiven Beitrag leisten" lautet seit langem mein Lebensprinzip.

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