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60 Gemüsesorten in 60 Tagen: Filderkraut

Eine Kohlsorte als Kulturgut! Auch "Spitzkohl" oder "Spitzkraut" genannt, das Filderkraut  bekommt zunehmend Aufmerksamkeit. Es wurde in das internationale Projekt „Arche des Geschmacks“ der Stiftung „Slow Food“ aufgenommen. Diese Stiftung schützt wertvolle Lebensmittel und Kulturpflanzen, aber auch Nutztierarten weltweit vor dem Vergessen. Weiters wurde es 2012 von der europäischen Kommission mit dem Gütezeichen „ geschützte geografische Angabe “ versehen.  Da die länglichen, gespitzten Köpfe kaum maschinell bearbeitet werden können, ist das Filderkraut nicht als Massenware geeignet und daher selten zu finden.

 

Im Küchengarten ist Filderkraut die früheste Kohlsorte und Tanjas Lieblingssorte. Die Blätter sind zart und der Geschmack ist feiner als bei herkömmlichem Weißkohl.  Die langen Blätter eignen sich ausgezeichnet für Kohlrouladen, aber diese Sorte ist auch für kalte und warme Krautsalatrezepte perfekt und eignet sich besonders gut für Sauerkraut. Wegen seiner zarten Blattstruktur sollte es jedoch kürzer als herkömmlicher Kohl gegart werden.

 

Nährwert: Wie alle Kohlsorten ist Filderkraut eine ausgezeichnete Quelle für Vitamin K, Vitamin C und Vitamin B6 sowie Ballaststoffe. Es ist auch eine sehr gute Quelle für Mangan, Vitamin B1, Folsäure und Kupfer. 

 

Fun Fact: Es gibt eine „Interessengemeinschaft Filderkraut“ zum Erhalt des Filderkrauts als Kulturgut. Erzeuger und Verarbeiter vereinen sich und machen alles in traditioneller Handarbeit, dem Filderkraut zuliebe!

 

Erhältich: Juni - Juli, Oktober - November. Saatgut von Bingenheimer.

 

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