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60 Gemüsesorten in 60 Tagen: Rucola

Rucola ist in den letzten Jahren zu einem beliebten Blattgemüse geworden, das vom Aussehen her oft mit Löwenzahn verglichen wird. Ursprünglich hat Rucola seine Wurzeln im Mittelmeerraum, doch mittlerweile wird er weltweit in unterschiedlichen Klimazonen angebaut. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Salatrucola (auch „Salatrauke“) und wildem Rucola. Die Blätter von Salatrucola sind leicht gewellt und hellgrün. Tanjas Lieblingssorte „Emsee“ ist mild und leicht nussig im Geschmack. Für diejenigen die es gerne schärfer mögen, empfiehlt sich der wilde Rucola mit seinen zackigen, dunkelgrünen Blättern. Rucola ist mehrjährig und überlebt sogar den Winter am Hattingerberg! "Wasabi", "Red Dragon" und "Pronto" (siehe Fotos unten) sind weitere Rucola-Variationen, die in Tanjas Garten gedeihen und sich in Farbe und Geschmack unterscheiden. Gerade die Sorte "Wasabi" wird dem Namen gerecht - extrem herb-scharf, wie der Wasabi-Senf aus der asiatischenn Küche.

 

Rucola sollte möglichst frisch genossen werden und erst bei der Zubereitung mit anderen Blattsalatsorten gemischt, weil seine Senföle zarte Blätter angreifen können. Ob als würzige Beigabe zu einer Salatmischung, roh auf Pizza und Pasta, oder in Sandwiches, Rucola bringt Geschmack hinein. Er eignet sich auch vorzüglich zur Herstellung von italienischem Pesto - siehe Rezept unter Kochen und Veredeln. Die wahrscheinlich beste Kombination überhaupt ist Rucola mit Parmesan und Balsamico als Beilage zu Steak – Inspiration von Bon Appetit hier.

 

Nährwert: Rucola ist nicht nur reich an Vitamin A, Vitamin C, Kalium, Kalzium und Eisen, sondern wird auch für seine antioxidative und immunstärkende Wirkung geschätzt.

 

Fun Fact: Rucola wurde im Mittelmeerraum seit der Römerzeit angebaut und laut Wikipedia wurde von verschiedenen klassischen Autoren als Aphrodisiakum erwähnt, am berühmtesten in einem Gedicht, das Virgil zugeschrieben wird: "et Venerem Revocans eruca morantem" ("und der Rucola, der schläfrige Venus wiederbelebt"). Einige Autoren behaupten, dass es deshalb im Mittelalter verboten war, in Klöstern Rucola anzubauen.

 

  

Erhältlich: Tanja erntet Rucola in ihrem Küchengarten zwischen April und November, geschützt unter Vlies sogar noch länger. Rucola-Kresse (Microgreens, siehe Bild unten) sind auf Bestellung ganzjährig erhältlich. 

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