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60 Gemüsesorten in 60 Tagen: Mangold

Die Vielfalt an Farben und Formen bei Mangold löst gute Laune aus! In Tanjas Küchengarten gibt es eine wunderschöne, farbenfrohe Mischung aus roten, gelben, orangen, weißen und rosaroten Blattmangoldvarianten,  aber auch eine grüne Sorte, die im Geschmack und im Aussehen fast mit Spinat verwechselt werden könnte.

 

Ursprünglich stammt Mangold, der botanisch mit Rüben und Spinat verwandt ist, aus Vorderasien und dem Mittelmeerraum. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Blatt- und Stielmangold. Blattmangold wird seinem Namen gerecht: die Blätter wachsen die ganze Saison aus der Krone immer wieder nach. Der Stielmangold wird meist als ganzer Kopf geerntet und der stärker ausgeprägte Stiel in der Küche verwendet.

 

Mangold schmeckt um einiges erdiger und herber als Spinat. In der Küche hat er sehr einfache und vielzählige Verwendungsmöglichkeiten. Gedünstet oder blanchiert ist er eine schöne Beilage zu Fisch- oder Fleischgerichten, aber auch in Quiche oder Frittata ist er köstlich. Die jungen Blätter dienen als Beigabe zu Salatmischungen und können auch zu Smoothies verarbeitet werden. Man kann sich auch an Rezepten für Spinat orientieren, da sich Spinat und Mangold nicht nur im Geschmack, sondern auch in der Zubereitungsweise ähnlich sind. Im Sommer macht Tanja eine schnelle Wrap-Füllung aus Zwiebeln, Knoblauch, Blattgemüse wie Mangold und Feta. Wenn man Eiern zum Gemüse mischt, wird es zum Frühstückswrap – siehe Basisrezept für Blattgemüse unter Kochen und Veredeln. Tanja legt auch die farbenfrohen Stiele von größeren Blättern des Blattmangolds mit Schalotten oder Zwiebeln als „Pickles“ ein, gewürzt mit Essig, Zucker, Senfkörner, Chili, Knoblauch und Fenchel.  https://www.davidlebovitz.com/pickled-chard-stems-swiss-recipe/

 

Nährwert: Mangold ist eine richtige Nährstoffbombe. Er ist reich an Vitamin A, K und C und wichtigen Mineralstoffen wie Kalium, Calcium, Eisen und Magnesium. Wie Rhabarber, rote Bete und Spinat enthält auch Mangold Oxalsäure, die fälschlicherweise als gesundheitsschädlicher Stoff (Bildung von Nierensteinen) bekannt ist. Mehr dazu finden Sie auf www.zentrum-der-gesundheit.de

 

Fun Fact: Laut www.veganblatt.com war Mangold schon in vorchristlichen Zeiten als Heilpflanze bekannt, die gegen Vergiftungen und Verdauungsbeschwerden eingesetzt wurde. Wegen seines hohen Nährwerts gilt Mangold als Kandidat für den Gemüseanbau im Weltall, der auch Astronauten zu Frischem Essen verhelfen soll. Siehe dazu: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12481809.

 

Erhältlich: Im Küchengarten wird Mangold von Tanja zwischen April und November geerntet. Die Blätter werden primär jung geerntet und gebündelt.

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