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60 Gemüsesorten in 60 Tagen: Löffelkraut

Löffelkraut wird in Frankreich im großen Stil angebaut, bei uns wächst es eher in Privatgärten - ein gut behütetes Geheimnis unter Hobbygärtnern. Zuhause auf den salzigen Wiesen der Nordsee, ist Löffelkraut auch unter den Namen "Löffelkresse", "Scharbockskraut" oder "Skorbutkraut" bekannt. Im deutschen Sprachraum wird es auch "Tellerkraut" oder "Winterportulak" genannt.

 

Löffelkraut wächst genauso auf normalem Boden, solange dieser nicht zu trocken ist. Frost und Schnee machen ihm nichts aus - die aromatischen, leicht zitronigen Blätter können den gesamten Winter hindurch geerntet werden und sind in Tanjas Küchengarten mit Vogerlsalat das erste Salatgemüse im Frühjahr. Am besten schmeckt Löffelkraut ganz frisch in Salaten, Dips und Topfen. Es passt ausgezeichnet zu Kartoffel- oder Gemüsegerichten. Geschmacklich erinnert Löffelkraut an Kresse und Rucola mit einem Hauch Zitrone.

 

Nährwert: Löffelkraut ist eine absolute Vitaminbombe. In 100 g frischem Löffelkraut findet man 75g Vitamin C. Es enthält zudem Magnesium, Iod, sekundäre Pflanzenstoffe und ätherische Öle. Durch seine vielen gesundheitlichen Wirkstoffe wirkt Löffelkraut stoffwechselanregend, verdauungsfördernd und blutreinigend und soll gegen Frühjahrsmüdigkeit helfen.

 

Fun Fact: Das Löffelkraut galt früher bei den Seefahrern und Wikingern als bestes Heilkraut gegen Skorbut, eine Krankheit die durch Vitaminmangel hervorgerufen wird. Skorbut wird auch als „Seefahrerkrankheit“ bezeichnet, da die Seeleute aufgrund der einseitigen Ernährung auf ihren Schiffen besonders häufig an Vitamin C-Mangel litten. Kein Wunder, dass die fleischigen, löffelähnlichen Blätter früher aufgrund der heilenden Wirkungen zur Grundausstattung der Apotheker gehörten! Mehr dazu hier

 

Erhältlich: Löffelkraut hält bis -30 Grad Celsius aus und wird im Küchengarten je nach Witterungsbedingungen von Februar-Mai geerntet.

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