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60 Gemüsesorten in 60 Tagen: Koriander

Blattkoriander - auch "Cilantro" oder "chinesische Petersilie" - ist für manche unverzichtbar auf asiatischen und mexikanischen Gerichte, für andere schmeckt es nach Seife! Tanja gehört jedenfalls zu den Fans von Blattkoriander und verwendet sie sehr oft, ob auf Tacos oder in Frühlingsrollen, bei Curry-Gerichten oder Shrimp-Salat mit Avocado. Die Korianderblätter werden am besten frisch verzehrt und immer erst nach dem Kochen hinzugegeben.

 

Worüber wir uns alle einigen können sind die gemahlenen Koriandersamen – eine gute Karottensuppe ohne Koriander ist kaum denkbar, ebenfalls ein gutes Brot. Ebenso sind die Samen fester Bestandteil vieler Gewürzmischungen, wie beispielsweise im Lebkuchengewürz. Kleiner Tipp: Der intensive Geschmack der Koriandersamen kommt am besten zum Vorschein, wenn sie diese in einer heißen Pfanne ohne Fett kurz anrösten.

 

Koriander punktet nicht nur mit seinem Geschmack, sondern auch mit seinen heilenden Wirkungen. Das gesunde Küchen- und Heilkraut ist reich an Vitamin C, Eiweiß, Flavonoiden, Phytonärstoffen und ätherischen Ölen. Grund für seine Heilwirkungen sollen die gesundheitsfördernden Phytonärstoffe und ätherische Öle sein. Er hilft bei Verdauungsbeschwerden, kann chronische Entzündungskrankheiten wie Rheuma lindern und zudem bei Infektionen und Entgiftungskuren eingesetzt werden.

 

Im Küchengarten ist auch der vietnamesische Koriander erhältlich. Er ähnelt dem echten Koriander im Geschmack, ist aber milder und schmeckt leicht nach Pfeffer. Ansonsten besteht keine enge Verwandtschaft zwischen diesen Kräutern. In der südostasiatischen Küche wird dieses Gewürzkraut als „Rau Ram“ bezeichnet und ist dort nicht mehr wegzudenken. Mitte des 20. Jahrhunderts kam die Pflanze nach Westeuropa, ist in unseren Breiten allerdings noch wenig bekannt und oft fälschlicherweise als Thai-Basilikum im Verkauf. Der vietnamesische Koriander zählt zur Familie der Knöterichgewächse. Die mintgrünen, spitz zulaufenden Blätter sind traditionell in den Küchen Vietnams, Kambodschas, Singapurs und Malaysias zu finden. Er wird dort besonders als Gewürz für Glasnudelgerichte, Salate, Fischgerichte und Würzpasten verwendet. Wenn Sie das Gewürz in ihrer Küche ausprobieren möchten, können sie es einfach anstelle des echten Korianders verwenden. Die gesunden Inhaltsstoffe finden auch in der asiatischen Heilkunde Verwendung – sie wirken unter anderem antibakteriell, entzündungshemmend, antioxidativ und fiebersenkend.

 

Erhältlich: Blattkoriander und vietnamesischer Koriander sind Mai – Oktober erhältlich. Tanja lässt Blattkoriander auch blühen, den Bienen zuliebe. So können auch Samen als Gewürz und als Saatgut von Jahr zu Jahr gewonnen werden.

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